Wer ist Opfer

Straftat als Voraussetzung

Sie sind Opfer und haben Anspruch auf Opferhilfe, wenn an Ihnen oder Angehörigen von Ihnen eine Straftat begangen wurde und Sie physisch oder psychisch darunter leiden. Es spielt keine Rolle, ob Sie eine Strafanzeige aufgeben oder nicht. Es ist auch sekundär, ob Sie den Täter oder die Täterin kennen.

Welche Straftaten sind gemeint?

Wir beraten Opfer oder Angehörige, die von folgenden Straftaten betroffen sind:

  • Körperverletzung (auch bei Verkehrs- und Arbeitsunfällen) (Art. 122, 123, 125 StGB)
  • Raub, auch Entreissdiebstahl mit Verletzungsfolge (Art. 140 StGB)
  • Drohung, Nötigung, Erpressung (Art.180, 181, 156 StGB)
  • Freiheitsberaubung, Entführung (Art. 183, 184 StGB)
  • Geiselnahme (Art. 185 StGB)
  • Sexuelle Belästigung, sexuelle Nötigung, sexuelle Handlungen mit Kindern, sexuelle Handlung mit Abhängigen, Schändung an männlichen Opfern (Art. 198, 189, 187, 188, 191, 192 StGB)
  • Tötung (auch bei Verkehrs- und Arbeitsunfällen) (Art. 111 – 117 StGB)
  • Kindsmisshandlung (Art. 122, 123, 126 StGB)
  • Exhibitionismus in schwerwiegenden Fällen (Art. 194 StGB)
  • Förderung der Prostitution (Art. 195 StGB)
  • Entziehung von Unmündigen (Art. 220 StGB)
  • Menschenhandel (Art. 182 StGB)
  • Verbreiten menschlicher Krankheiten (Art. 231 StGB)
  • Tätlichkeit in bestimmten Fällen (Art. 126 StGB)

Sonderfälle

Stalking und Mobbing sind komplexe Themen. Nicht in jedem Fall handelt es sich um eine Straftat, bei der die Opferhilfe etwas unternehmen kann. Sie können sich jedoch gerne an uns wenden, und wir werden die Situation im Beratungsgespräch gemeinsam klären.

Wer ist kein Opfer im Sinne des Opferhilfegesetzes?

In diesen Fällen haben Sie leider keinen Anspruch auf gesetzliche Opferhilfe:

  • Betrug
    • Diebstahl
    • Beschimpfung
    • Verleumdung
    • Vermögensdelikte

    Im Zweifelsfall rufen Sie uns für eine Abklärung an.

Kontakt

Fachstelle für Gewaltbetroffene
Beratung für Frauen, Männer, Kinder und Jugendliche
Neustadt 23
8200 Schaffhausen
Tel. 052 625 25 00
Fax 052 625 60 68
fachstelle(at)fsgb-sh.ch

Sind Sie schutzbedürftig? Bitte Frauenhaus Winterthur auf 052 213 08 78 (24-Hotline) anrufen.

In Notfällen rufen Sie direkt die Polizei unter der Nummer 117 an.