Zwangsheirat

Zwangsheirat stellt eine Menschenrechtsverletzung dar. Es liegt daher an Staat und Gesellschaft, dagegen vorzugehen. Am 15. Juni 2012 verabschiedeten die Eidgenössischen Räte ein Bundesgesetz über Massnahmen gegen Zwangsheiraten. Darüber hinaus beschloss der Bundesrat ein Programm zur Bekämpfung der erzwungenen Heiraten.

Auf dieser Grundlage wollen das Bundesamt für Migration BFM und das Eidgenössische Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann EBG innerhalb von fünf Jahren in allen Regionen der Schweiz Netzwerke gegen Zwangsheirat aufbauen. Diese sollen die Zusammenarbeit und den regelmässigen Austausch zwischen den verschiedenen Fachpersonen und Beratungsstellen, die sich mit häuslicher Gewalt und Integration befassen, fördern. Zudem sollen Präventionsmassnahmen und konkrete Angebote für (potentielle) Betroffene und ihr Umfeld, sowie Fachpersonen erstellt und weiterentwickelt werden.

Als Partner des Bundesprogramms Bekämpfung Zwangsheiraten und unterstützt durch den Integrationskredit des Bundesamtes für Migration BFM bauen wir als Projektträgerschaft im 2014 das kantonale Netzwerk auf. Damit verbunden sind ein regelmässiger Informations- und Erfahrungsaustausch am runden Tisch und das Aufbereiten von bedarfsorientierten Informationen für Fachleute und direktbetroffene Personen.

Kontakt

Fachstelle für Gewaltbetroffene
Beratung für Frauen, Männer, Kinder und Jugendliche
Neustadt 23
8200 Schaffhausen
Tel. 052 625 25 00
Fax 052 625 60 68
fachstelle(at)fsgb-sh.ch

Sind Sie schutzbedürftig? Bitte Frauenhaus Winterthur auf 052 213 08 78 (24-Hotline) anrufen.

In Notfällen rufen Sie direkt die Polizei unter der Nummer 117 an.